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Das Netzwerk EOS - Integriertes Erdbeobachtungssystem


Forschung für Klima und Erde

Unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern galt der Klimawandel schon seit vielen Jahren als unumstrittene Tatsache und der wesentliche Beitrag durch anthropogene Ursachen als höchst wahrscheinlich. Durch die intensiven Forschungsarbeiten der letzten Dekade und die Veröffentlichung der Ergebnisse im 4. Bericht des Weltklimarats IPCC 2007 sind die bedrohlichen Szenarien des Klimawandels im Bewusstsein der Öffentlichkeit und auf der politischen Agenda angekommen. Plausible Zukunftsszenarien zeigen das Potenzial des Klimawandels, ökologische, ökonomische und soziale Strukturen zu verändern und zu destabilisieren. Die Aussichten auf drastische Veränderungen des globalen und regionalen Klimas durch eine bis heute noch nie festgestellten Geschwindigkeit der globalen Erwärmung lassen die Rufe nach Lösungsoptionen aus der Wissenschaft und durch die Politik lauter werden.

Die Annahme einer globalen weiteren Klimaänderung bis Ende dieses Jahrhunderts kann als gesichert gelten. Die Auswirkungen auf das regionale Klima und die Konsequenzen für die regionalen ökologischen und urbanen Systeme hingegen verstehen wir bisher nur in Ansätzen. Im Vergleich zum globalen Mittel zeigt sich in paläoklimatischen Untersuchungen, dass gerade die regionalen Klimaänderungen auf den Kontinenten, dem eigentlichen Lebensraum des Menschen, eine ungleich höhere Dynamik aufweisen. Es sind Aufgaben der Wissenschaft, die Auswirkungen natürlicher und anthropogener Einflussfaktoren auf die Vehemenz des globalen Klimawandels weiter zu quantifizieren und durch ein umfassenderes Systemverständnis die regionalen Auswirkungen des Klimawandels auf den Lebens- und Wirtschaftsraum so zu erfassen, dass Bedrohungen sichtbar werden und seriöse Anpassungsstrategien entwickelt werden können.

Spitzentechnologie und wissenschaftliche Expertise

Das Netzwerk EOS (Earth Observation System – Integriertes Erdbeobachtungssystem) bündelt hierzu die geowissenschaftlichen Kompetenzen der Forschungszentren Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Forschungszentrum Jülich (FZJ), Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), GKSS-Forschungszentrums Geesthacht und Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die sechs Helmholtz-Zentren verfügen gemeinsam über eine einzigartige Vielfalt an Infrastrukturen. Dazu gehören neben Forschungsschiffen und –flugzeugen auch neueste Satellitensensoren und Großrechner. Sieben Forschungsthemen – von der Beobachtung und Analyse atmosphärischer, hydrologischer und ökologischer Systeme und Prozesse über das Monitoring einzelner Gefährdungen und Risiken einer sich ändernden Umwelt bis hin zur Entwicklung neuer Verfahren in der Erdbeobachtung – bilden das inhaltliche Grundgerüst des Forschungsverbundes. Ein gemeinsames Doktorandenprogramm mit 42 Stellen fördert die enge wissenschaftliche Zusammenarbeit der beteiligten Zentren zusätzlich.
Zahlreiche Kooperationen mit Universitäten bilden eine weitere wichtige Säule der fächerübergreifenden Forschungsarbeit. Das Netzwerk EOS liefert unter Einsatz von Spitzentechnologie und wissenschaftlicher Expertise einen wertvollen Beitrag zur Klimadiskussion und entwickelt wissenschaftlich fundierte kurz-, mittel- und langfristige Handlungsempfehlungen und -strategien für die Politik.

Aktuelles
 

ammersee

Einladung zur 2. Herbstschule des Netzwerks EOS
05. Juli 2010
Das GKSS lädt alle Doktoranden des Netzwerk EOS vom 16.-19. November 2010 zur diesjährigen Herbstschule nach Lauenburg an der Elbe nähe Geesthacht ein. Durch das freundliche Ambiente und die modernen Seminarräume der Jugendherberge „Zündholzfabrik“ in Lauenburg (siehe Link) sind ideale Bedingungen für das gelingen der Herbstschule geschaffen.

Die Kernidee des Netzwerk EOS ist, einen sowohl zentrenübergreifenden als auch fachübergreifenden Forschungsverbund zu schaffen. Um dieses Ziel zu stärken, werden Sie während der Herbstschule die Gelegenheit bekommen, den Stand Ihrer Doktorarbeiten vorzustellen, sowie mit anderen Doktoranden und Experten zu diskutieren. Weiterhin sollen einzelne Themenbereiche des Netzwerks in kleineren Arbeitsgruppen behandelt werden und dabei insbesondere die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit erläutert werden.

Für die verbindliche Anmeldung steht Ihnen ein Anmeldeformular zum Download zur Verfügung. Das ausgefüllte Formular schicken Sie bitte per Fax an Peter Poete +49-2203-601-4104 oder per Email an Peter.Poete@DLR.de.

Anmeldeschluss ist der 15. August 2010.

> Anmeldeformular
(pdf)
> Anfahrt (pdf)
> Link zum Tagungsort Zündholzfabrik
> Programm(pdf)

 

ammersee 1. Herbstschule des Netzwerks EOS
16. November 2009
Vom 26. bis 29 Oktober fand im "Haus der bayerischen Landwirtschaft" in Herrsching am Ammersee die erste Herbstschule des Netzwerkes EOS statt. Über 30 Doktoranden und 20 Experten nutzten diese Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. Expertenvorträge zu allen sieben Topics des Netzwerkes vermittelten den Teilnehmern Einblick in fremde Themenbereiche. Zudem hatten bekamen alle Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit, ihre Arbeiten vorzustellen und zu diskutieren. Die Organisation und Durchführung des Workshops hat das Cluster Angewandte Fernerkundung des DLR übernommen. Die Präsentationen der Herbstschule stehen hier zum Download bereit (Zugriffsbeschränkung, nur für EOS-Doktoranden)
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ammersee Einladung zur 1. Herbstschule des Netzwerks EOS
13. Juli 2009
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) lädt alle EOS-Doktoranden vom 26. bis 29. Oktober 2009 zur diesjährigen Herbstschule nach Herrsching am Ammersee ein.Das Programm beinhaltet eine allgemeine Einführung in das HGF Netzwerk EOS, 14 Vorträge von erfahrenen Experten zu den jeweiligen Topics sowie 31 Vorträge der Doktorandinnen und Doktoranden.“

Programm (Download)
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Links
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Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI)

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GKSS Forschungszentrum Geesthacht GmbH (GKSS)

>

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

>

Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ-Potsdam)

>

Karlsruhe Institute of Techology (KIT)

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Forschungszentrum Jülich (FZJ)